Viele Helfer und Unterstützer

Viele Helfer und Unterstützer

Hört man das Wort „Frühling“, der bei uns ja am 21. März offiziell seinen kalendarischen Anfang nimmt, denkt man irgendwie automatisch an blauen Himmel, wärmende Sonnenstrahlen, sprießende Knospen und von bunten Blumen farbig getupfte, saftig grüne Wiesen. Jeder weiß aber natürlich auch, dass diese Vorstellungen oft genug nicht mit der Realität übereinstimmen.

So zum Beispiel auch der 29. März, an dem Uli Knopf erstmals in diesem Jahr seine Wandergruppe zusammengerufen hatte, entsprach nur sehr eingeschränkt diesen Bedingungen.

Als wir uns gegen 14.00 Uhr an der Windmühle in Dittrichshütte trafen, ließen die dicken Quellwolken durchaus den einen oder anderen wärmenden Sonnenstrahl durchdringen, die aber den eher ungemütlichen Temperaturen, die sich im einstelligen Bereich eingepegelt hatten, kaum etwas entgegensetzen konnten. Die Wanderfreunde, die sich völlig unerwartet zum allerersten Mal angemeldet hatten, Peter und Roni Krabiell, ließen ein wenig auf sich warten. Gerade als Uli zu seiner Begrüßung ansetzen wollte, fuhren sie dann aber endlich vor. So dass Uli

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noch einmal neu ansetzte, um die nun vollzählig anwesende Wandergruppe willkommen zu heißen. Mit an der Windmühle hatte sich, wie Uli uns vorstellte; Matthias Biehl eingefunden. Seine ersten Lebensjahre lebte Matthias mit seiner Familie in Wickersdorf. Ich kann mich noch dunkel an diese Zeit erinnern. Matthias wiederzuerkennen wäre mir ohne Ulis Vorstellung allerdings ganz sicher nicht gelungen. Hier nun war er zu uns gestoßen, um über die sehr abwechslungsreiche Geschichte der Windmühle zu berichten.

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Ihr Schicksal ist tatsächlich von vielen Höhen und Tiefen gekennzeichnet, über die Matthias sachkundig referierte. Dass sie überhaupt noch existiert, rechnet er vorwiegend einem Mann namens Martin Eschrich zu. Ohne dessen beharrlichen Einsatz, meint Matthias, wäre die Mühle ihrem Untergang geweiht gewesen. Zu ihrem Erhalt waren dann aber doch viele Helfer und Unterstützer nötig. Jetzt stellt sie ein Kleinod an historischer Bausubstanz in Dittrichshütte dar. Das kleine Museum, das im Außen- und im Innenbereich eingerichtet wurde, zeugt von den

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Lebensbedingungen der Menschen, wie sie über Jahrhunderte in ihrem Einzugsbereich herrschten. Nach erfolgter Führung verabschiedeten wir uns von Matthias, um uns endlich unserer Wanderung zuzuwenden.

Diese sollte mit einem durchaus gemächlichen Einstand beginnen. Nämlich bergab.

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Braunsdorf hinab und dann etwa 2 km weiter liegt im Tal eine alte Schneidemühle. Sie war unser erstes Ziel. Leichtes Gefälle auf einem halbwegs gut begehbaren Waldweg machten ein recht bequemes Wandern möglich. Da Uli den Teilnehmern freigestellt hatte, jeder möge sein bevorzugtes Tempo gehen, war das Feld schon bald in mehrere Grüppchen, mit mehr oder weniger Abstand dazwischen, aufgeteilt. Ein nicht alltägliches Bild begegnete uns während dieser Passage mit einer Buche, die, als wären sie ineinander verliebt, eine Fichte eng und fest umschlungen hatte.

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Einige Meter oberhalb der Schneidemühle versammelten wir uns wieder. Schließlich hat unser Wanderleiter bei unseren Exkursionen auch so manche Information über Heimat und Historie weiterzugeben.

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Da ich mit fotografieren beschäftigt war, bekam ich gar nicht so richtig mit, welche Kenntnisse zur besagten Schneidemühle vermittelt wurden. Eines bleibt allerdings unbestritten – wir hatten den geländemäßig tiefsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Was im Umkehrschluss nichts Anderes bedeuten kann, als, von nun an ging es bergauf. Und das aber auch ordentlich.

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Unser erster Anstieg hatte dann gleich ein paar ziemlich steile und auch steinige Passagen zu bieten.

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Oben angekommen, überfiel Roni, die solche Strecken wahrscheinlich doch nicht so gewöhnt ist, das unwiderstehliche Bedürfnis, sich für einen Moment auf dem Waldboden niederzulassen, um kurz zu verschnaufen. Auch viele von uns Anderen gaben sich an dieser Stelle der Hoffnung hing, dass wir den längsten und steilsten Anstieg des Tages damit bereits hinter uns gebracht hätten.

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So konnten wir das leichte Gefälle auf dem Stück Weges bis nach Dittersdorf regelrecht genießen. Dort zog das Gelände aber wieder leicht nach oben an. Und wer denkt, dass Nadelgehölze nur als Weihnachtsbäume zu gebrauchen sind, wird in Dittersdorf eines Besseren belehrt.

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Am Ortsausgang Dittersdorf war dann klar ersichtlich, die Kletterei, wenn auch maßvoll, hat noch kein Ende.

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Zu allem Überfluss fand Uli dann auch noch eine Abkürzung. Dass auf diesen vielleicht hundert Metern massenweise Brombeersträucher in Knöchelhöhe über den Boden krochen, konnte er natürlich nicht ahnen. Insofern ist diese Bemerkung auch keineswegs als Kritik aufzufassen. Die Kriechbrombeeren zwangen uns jedenfalls gnadenlos, auf diesen hundert Metern mal ordentlich die Beine zu heben. Und dann wurde aus dem maßvoll schließlich so richtig das Maß voll. Die Steigung wurde wieder so steil und lang, dass sie der ersten so gut wie in Nichts nachstand. Eine Herausforderung, mit der wir nicht gerechnet hatten, die wir aber, wenn auch keuchend und mit zitternden Knien, bestanden. (Das war jetzt ein Scherz.)

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Mit den Häusern von Burkersdorf kam schließlich auch ein Stück Weg auf ebenem Gelände in Sicht. Die Erholung währte allerdings auch nur etwa 500 Meter, dann ging es wieder bergauf. Vielleicht 50 Meter davon mussten wir die Verkehrsverbindungsstraße, von Braunsdorf kommend,

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nutzen, dann ging es wieder querfeldein. Noch eine letzte Steigung und ich konnte kaum noch meine Kamera ruhig halten, als ich – zum ersten Mal seit Stunden – vom Waldrand aus wieder die Windmühle vor der Linse hatte.

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Uns trennten davon nur noch ein paar hundert Meter, die wir allerdings über einen kleinen Umweg absolvierten, um nicht über das Feld latschen zu müssen.

Mit unseren Autos fuhren wir anschließend ganz gemütlich nach Hoheneiche, wo wir bei einem wunderbaren Abendbrot im Gasthaus „Zum Roten Hirsch im Grünen Wald“ unsere erste Wanderung 2026 gebührend abschlossen.

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Ich gebe mich an dieser Stelle gleich mal der Hoffnung hin, dass sich die folgenden im Schwierigkeitsgrad nicht wesentlich steigern.

 

Heimatverein Wickersdorf e.V.                                                          Eddy Bleyer

 

März 2026

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