Winter im Mai

Winter im Mai

 

 

genauer ab 04. Mai, wie kann das sei?,

hätte unser ehemaliger Mitbewohner Adolf Junghans gesagt. Als er noch lebte fingen seine Geschichten wie folgt an:

„Früher als der Deifel noch äh klänor Junge wor………,

bezogen auf unser jetziges Wetter würde er erzählen:

„Früher als der Deifel noch äh klänor Junge wor, hodten wöfter scho mol im Mai äh sulsches Winterwatter.“

Ja auch ich kann mich erinnern, einmal als Kind noch im Mai Schlittenfahren gewesen zu sein. Also nicht unüblich und doch im Banne der sogenannten Klimaerwärmung, nicht ganz nachvollziehbar. Es ist schön zu wissen, dass gewisse sich als allwissend bezeichnende und anmaßende Damen und Herren aus unseren Regierungskreisen, das Wetter nicht (noch nicht) beeinflussen können. Das Wetter macht was will und wann es das will. Wir selbst müssen es nehmen wie es ist. Es soll uns aber nicht daran hindern unseren eigenen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt zu leisten. Allerdings ohne dabei der ständigen Panikmache und dem Aktionismus gewisser bereits vor ab Genanten zu verfallen. Diese selbst, tun wohl das Wenigste für unser aller Umwelt.

Das Wetter

Ein Mensch ist stets mit uns’rem Wetter
Ganz unzufrieden und er wettert.

Im Frühling, Winter, Herbst und Sommer,
Ob Sonnenschein, Schnee, Blitz und Donner.

Darum beschließt er ganz für sich,
Die Wettersuche Strich für Strich.

Den Längenkreis von Ost nach Westen,
Durchreist er und sucht nach dem besten.

Dann reist er noch von Nord nach Süd,
und sucht, ob’s dort was bess‘res gibt.

So kommt er schließlich auf der Welt,
An jeden Ort, der wohl gefällt.

Und rundherum stellt er dann fest,
Kein Wetter ist, wie er’s gern‘ hätt‘.

Nach langer Zeit, die rasch verronnen,
Der Mensch zu Hause angekommen.

Hier stellt er fest und mit Bedacht,
Das Wetter tut stets, was es macht.

Kein Mensch, auch er nicht, wird’s vollbringen,
Dem Wetter seine Macht aufzwingen.

Dem Menschen war zutiefst auch klar,
Das vor ihm schon das Wetter war.

Wenn er mit ihm sich noch so reibt,
Der Mensch, er geht, das Wetter bleibt.

Wolfgang Kownatka

Freier Journalist und Aphroistiker

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Haiko Jakob Einleitung und Fotos